Die Agroindustrie gerät an die Grenzen ihres Systems – und die Erschütterungen waren diesmal selbst auf der Grünen Woche in Berlin spürbar. Zuviel Chemikalien auf dem Acker förderten immer mehr Resistenzen und ließen die Ernten sinken, gestand der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)  – ein Zusammenschluss der Großagrarier – zum ersten Mal öffentlich ein. Statt ewigem „Höher, Weiter, Besser“ forderte Carl-Albrecht Bartmer eine staatliche „Nachhaltigskeits-Zertifizierung“. Ganz neue Töne.

Und Jan Plagge, Vorsitzender von Bioland, beobachtete auf dem „Tag des Ökolandbaus“ umgekehrt, dass Themen wie Ökoanbau, Artenvielfalt und Tierwohl von der Nische ins Zentrum der Debatte geraten sind. Selbst der Deutsche Bauernverband gesteht zu, dass „Veränderungen“ nötig seien.

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